Das Wort soll unter die Leute …

In den letzten Monaten gehe ich nicht ohne Bibeln aus dem Haus. Viele Malawier gehören einer Kirche an, aber manche davon haben keine eigene Bibel. Das soll sich ändern. So nutze ich die Zeit und biete überall Bibeln an: auf dem Gemüsemarkt, bei den Frauen, die auf der Straße Handyguthaben verkaufen, beim Finanzamt, bei der Polizei und an anderen Stellen.

Zwei Frauen, im Verkauf von Handyguthaben tätig, haben mir über Wochen hinweg immer wieder eine kleine Anzahlung für die Bibeln gegeben. Ich gebe sie nicht kostenlos ab, denn auch in Malawi gilt: „Was nichts kostet ist auch nichts.“ In Kürze gibt mir eine der beiden den Restbetrag (umgerechnet ein Euro) und freut sich schon auf die Bibel. Sie mögen sich fragen, was die Bibel bei mir kostet. Es sind 2 000 Malawische Kwacha, umgerechnet 4,50 Euro. Eigentlich nicht viel, aber viele Malawier haben so einen Betrag nicht „übrig“, sondern müssen ihn abstottern. Umso erfreulicher, dass ihnen der Besitz einer Bibel so viel wert ist, dass sie sich darauf einlassen.

P.S.: In der Zwischenzeit warte ich noch auf „grünes Licht“ der Kirche was Frauenarbeit unter dem Schirm der Allianz angeht.


Das sind die beiden Frauen, von denen ich oben geschrieben habe.

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Neuer Rundbrief erschienen

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Mein neuer Rundbrief

Hier könnt Ihr meinen neuen Rundbrief herunterladen:

Rundbrief 20 im März 2013 ( einfach draufklicken)

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Meine Leidenschaft: Arbeit mit Frauen

Martha Mpango

Martha Mpango

Da wir Missionare der Liebenzeller Mission wann immer möglich unsere Arbeit in Verbindung mit einheimischen Partnern anlegen, hatten wir (unser Teamleiter Michael Volz und ich) in den vergangenen Tagen ein Gespräch mit Vertretern der Evangelikalen Baptistenkirche Malawis (EBCM).

Michael Volz als Teamleiter brachte unseren Vorschlag ein, ich könne doch unter dem Schirm der Evangelischen Allianz Malawis arbeiten, und nicht nur für die eigenen Kreise, sondern Bezirksweit in verschiedenen christlichen Frauenkreisen. Dadurch würde ich möglichst viele Frauen erreichen und unterstützen können. Dieser Gedanke war sicher neu für die einheimischen Mitarbeiter und muss erst in den verschiedenen Gremien diskutiert werden.

Martha Mpango, eine kluge, bescheidene Frau, ist die Koordinatorin für Frauenarbeit in der EBCM. Ich habe schon vor Jahren mit ihr zusammengearbeitet und würde mich sehr freuen, mich gemeinsam mit ihr in diese Arbeit und die Frauen im Bezirk zu investieren.

Nun hoffe ich, dass eine Offenheit in der Kirchenleitung da ist, dass ich mitarbeiten kann und dass sie mich mit anderen Kirchen „teilen“, damit möglichst viele von meiner Arbeit profitieren können. Noch ist das Ergebnis dieser Überlegungen völlig offen.

Betet ihr mit mir?

Danke!
Gruß, Marion

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Kulturstress oder „Kommt Zeit, kommt Strom“

Strommast mit x Leitungen – wie früher

Strommast mit x Leitungen – wie früher

Samstagnachmittag, plötzlich beginnt es zu stürmen, immer heftiger. Die Bäume um unser Grundstück biegen sich und auf einmal ist der Strom weg. Da wir in unserem Haus in der Regel Strom haben ist klar: das liegt an dem heftigen Wind. Ich rufe gleich die Stromgesellschaft an und sie versprechen, sich darum zu kümmern.

Sonntagmorgen, der Strom ist natürlich immer noch weg. Ich rufe wieder bei der Stromgesellschaft an. Eine nette Frau ist am Telefon. Ja, sie schauen danach. Ich glaube ihnen gerne, denn unsere Stromleitung ist mit den wichtigen Leitungen des Krankenhauses und des Gefängnisses verbunden.

Sonntagnachmittag, es ist immer noch nichts passiert. Ein Besuch bei ESCOM, so heißt die Firma, kann nicht schaden. Es ist immer nett Menschen persönlich zu begegnen und ihnen dann das Anliegen schildern zu können. Ein freundlicher Malawier mit indischem Hintergrund macht einen sehr kompetenten Eindruck und verspricht: der Strom ist gegen Abend zurück. Sie würden an der Leitung arbeiten. Leider sind diese Arbeiten für unser Haus nicht erfolgreich. Ich mache mir Gedanken über die Sachen im Kühlschrank und Gefrierfach…

Solche Verbindungen sind keine Seltenheit

Solche Verbindungen sind keine Seltenheit

Hier gings über die Mauer und durch unseren „Urwald“

Hier gings über die Mauer und durch unseren „Urwald“

Montagmorgen, mein Kollege Michael bietet mir seinen Generator an. Das dazu nötige Kabel bekomme ich von einem anderen Kollegen. So besteht Hoffnung, dass die Lebensmittel nicht kaputt gehen. Dennoch schaffen wir es nicht, die Temperatur im Kühlschrank unter 14 Grad zu drücken. Auch der Montag verstreicht mit mutmachenden Antworten der Stromfirma. Bald würden wir wieder Strom haben, versprechen sie.

Dienstagmorgen, Lichtschalter an: nein, kein Licht. Wir haben immer noch keinen Strom. Ich rufe wieder an und mache nachmittags meinen obligatorischen Besuch bei ESCOM. Ja, sie würden uns auf jeden Fall heute noch helfen. Es wird Abend, es wird spät. Ich gehe ins Bett.

Um Mitternacht ist ein Auto vor unserem Tor. Tatsächlich: die Stromleute. Sie müssen noch über eine Mauer in unserem Garten steigen, in den „Urwald“, der dahinter liegt. Zwei Leitungen, an denen die Isolierung fehlte, hatten sich berührt und die Sicherung war durchgebrannt. Nach einer Stunde haben wir wieder Strom. Gott sei Dank!

Das war mal wieder eine Lehrstunde in Sachen „Kulturstress“: Einerseits brauchten wir viel Geduld, andererseits hatten wir nette Begegnungen mit freundlichen Menschen.

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Kaffee trinken für Afrika

Eine Tasse Kaffee gefällig?

 

Als ich mir in Deutschland ein Päckchen Kaffee gekauft habe, entdeckte ich eine interessante Kampagne: Die Firma Jacobs hat sich eine besondere Mission auf ihre Fahnen bzw. Kaffeepäckchen geschrieben. Ein Päckchen Jacobs Krönung enthält eine Krone. Wer drei Kronen gesammelt hat, kann diese einreichen und ermöglicht damit einem Kind in Ghana einen Schultag. Damit wollte die Firma Jacobs den deutschen Otto-Normalbürger motivieren, sich für Afrika zu engagieren. Keine schlechte Idee. Die Aktion ist mittlerweile beendet.

Doch ich werde meine Mission hier fortsetzen (näheres unter „Auftrag“). Ich bin inzwischen wieder gut in Malawi angekommen. Allen Lesern der Webseite ein gesegnetes,  gutes Neues Jahr und vielen Dank für Euer Interesse an meiner Arbeit und an Afrika. Vielen Dank auch für alle finanzielle Unterstützung.

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Gestrandet in Lilongwe

Am Flughafen in Lilongwe

Ich sitze am Gate, erledige noch letzte Dinge an meinem Computer und warte, dass mein Flug aufgerufen wird. Dann die Ansage: Reifen am Flugzeug kaputt. Ich hoffe auf schnelle Reparatur. Ist doch nicht so schwer, oder? Dann die Bekanntmachung, dass es momentan nicht repariert werden kann.

Mein Flug von Lilongwe nach Nairobi fällt aus. Und somit auch meine Anschlussflüge nach Deutschland. Eine Traube von besorgten Passagieren umringt den Afrikaner, der die Ansage gemacht hat. Er fängt an zu stottern und tut mir leid. Ich sitze ruhig in meinem Sessel, harre der Dinge (der nächsten Infos), die da kommen werden.

Kurze Zeit später steht ein Bus bereit, der uns in ein Hotel bringt. Eines der besten in Lilongwe. So komme ich in den Genuss eines DeLuxe Zimmers, wenn auch unfreiwillig. Es folgt ein verspätetes Mittagessen in angenehmem Ambiente. Die gepolsterten Stühle könnten in einem Wiener Kaffeehaus stehen. Von draußen weht eine sanfte Brise herein.

Ich sitze alleine an einem Zweiertisch und bestelle mir gegrillten Lachs. Das erste Mal in den vielen Jahren, dass ich in Malawi Lachs esse! Das entschädigt mich für die Tatsache, dass ich schon fast in Nairobi wäre. Das Personal ist malawitypisch sehr angenehm und freundlich. Die Zeit verrinnt und ich vergesse, dass ich als gestrandeter Passagier hier gelandet bin.

Dieses Erleben wurde mir zum Bild. Zum Bild für einen Christen. Manches Mal schenkt uns Gott in Schwierigkeiten einen solchen Frieden, den wir uns nicht selber geben oder zusprechen können. Getragen sein. Ruhig sein. Wissen, Gott hat die Situation im Griff. Vertrauend, dass er sie zu einem guten Ende führt.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus! (Philipper 4,7)

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„Die Affen rasen (durch den Wald) über das Grundstück“

Acht kleine Herumtreiber

Nicht langweilig wird es hier auf dem Grundstück unseres Hauses in Zomba.

Kürzlich, als meine Mitbewohnerin Davina und ich von der Kirche nach Hause kamen, entdeckten wir, dass es sich acht Affen in unserem felsigen Garten gemütlich gemacht hatten.
Es gibt einen Baum mit sogenannten „Sweet Apples“, süßen Äpfeln. Die Affen genießen diese Äpfel bevor sie reif sind. Sie turnen auf den Ästen umher, schwingen sich durch den Bambushorst, der hier wächst, und reißen die süßen Äpfel herunter.

Lecker, die „Sweet Apples“

Aber nun ist Max hier, zu 75 Prozent ein deutscher Schäferhund. Maya, eine kleine Hündin, die Ende April geboren wurde und Max‘ Schwester aus einem anderen Wurf ist, wundert sich nur, wenn Max mit seinen Augen und bellend die Tarzanübungen der Affen verfolgt und sich wünscht, doch einen zu erwischen. Maya schaut Max dann nur unverständig an. Vielleicht lernt sie das Affen jagen auch noch.

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Neuer Rundbrief erschienen

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Rundbrief 19 im Oktober 2012 ( einfach draufklicken)

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Nachtrag

Als wir auf der Beerdigung von Mayi Mawina waren, kam die Überraschung: Mirjam Berger kam von draußen in das Trauerhaus und sagte zu mir: Marion, Mayi Mawina sitzt draußen! Was war das für eine Freude, dass sie nicht gestorben war. Ihr Mann hatte dem theologischen Lehrer auf Chisomo gesagt: „Amayi atisiya“. Nun kann das entweder die eigene Ehefrau sein oder aber die Mutter. In dem Fall war es die Mutter. So freue ich mich, dass Frau Mawina der Gemeinde erhalten bleibt mit all dem, was sie gelernt hat.

Und ich musste mir denken vielleicht hat Gott das bewusst so geplant. Da wir Mitarbeiter von Chisomo auf der Beerdigung waren, weil wir dachten, es sei seine Frau, hat natürlich ein Kollege von mir gepredigt. So hat die Menschenmenge, die zur Beerdigung kam, eine evangelistische Predigt hört mit einer Einladung zu Jesus. Gott weiß es!

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Freud und Leid so nah beieinander

Frau Mawina

Frau Mawina

Heute erhielt ich die schockierende Nachricht, dass eine unserer letztjährigen Studentenfrauen plötzlich verstorben ist. Frau Mawina war eine Frau, an der sich am deutlichsten ablesen lies, wie Gott ihr Leben auf der Bibelschule Chisomo verändert hatte. (In meinem Rundbrief vom November 2011 hatte ich von ihr geschrieben).

Bevor sie kam, hatte sie keine Beziehung zu Jesus Christus. Als sie Mitte Juli mit ihrer Familie Chisomo verließ, kannte sie Jesus persönlich. Als sie kam, konnte sie nicht gut lesen und schreiben. Als sie ging, war sie darin richtig gut und ich hatte mich sehr gefreut, dass sie sich in ihrer Gemeinde einsetzen und berichten wollte, wie Gott ihr Leben verändert hat. Ihr Mann und ihre beiden Kinder brauchen in dieser leidvollen Zeit ganz besonders den Trost Gottes.

Am 10. September kamen auf Chisomo neue Studenten an: sechs Familien und neun Männer, die ohne ihre Familien gekommen sind. Das ist Grund zur Freude.
Es werden manche von ihnen dabei sein, die Jesus Christus noch nicht persönlich kennen. In den kommenden zehn Monaten haben Sie durch die Ausbildung besonders die Möglichkeit, dass Gott zu ihnen spricht und ihr Leben zu seiner Ehre verändert. Da diese Studenten in Zukunft als Gemeindeleiter und Pastoren für Gottes Sache im Einsatz sein werden, sind die Monate des Unterrichts in verschiedener Weise auch sehr angefochten.
Vielen Dank wenn Ihr dafür betet, dass Gott an den einzelnen wirkt. Auch äußerliche und innerliche Bewahrung der Studenten und Mitarbeiter sind ein Gebetsanliegen.

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Ein Treffen ganz besonderer Art

Davina und Marion inmitten der CVJM-ReisegruppeSehr selten  ist es der Fall, dass sich Gäste aus Deutschland bei den Missionaren in Malawi anmelden. Umso schöner ist es, wenn es dann tatsächlich dazu kommt!

Eine Reisegruppe des CVJM Gärtringen (bei Stuttgart) unter Leitung von Dieter und Rose Schäfer waren für knapp drei Wochen in Malawi unterwegs. Aufgrund ihrer Verbundenheit mit der Liebenzeller Mission und ihrem eigenen Anliegen für die Weltmission kam es während ihrer Reise zu einem Treffen auf dem Zomba Plateau.

Meine Kollegin Davina Dahlhaus und ich hatten die Möglichkeit, die Gruppe kennenzulernen und ihnen von Land und Leuten zu berichten, und natürlich auch von dem, was Gott hier unter den Malawiern tut. Überwältigt hat uns eine große Spende, die uns die Gruppe für die Arbeit der Liebenzeller Mission hier in Malawi mitgegeben hat. Das Interesse der Gruppe war sehr groß. So konnten wir nach dem eigentlichen Bericht noch zum Abendessen und anschließenden Lagerfeuer bleiben, um weitere Fragen zu beantworten.

Wir freuen uns schon auf die nächste Reisegruppe!

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Abschlussfeier!

Chisomo Abschlussklasse 2011/12

Am 14. Juli war es endlich soweit: Neun Familien und fünf Singlemänner haben das zehnmonatige Schuljahr auf Chisomo erfolgreich beendet. Nach harten Monaten, in denen es galt viel zu lernen, zu lesen, in der Schreinerwerkstatt und auf dem Feld zu arbeiten, sind diese Studenten nun wieder in ihre Dörfer zurückgekehrt.

Gott hat sie sehr verändert. Da viele Pastoren in den Dorfkirchen keine theologische Ausbildung durchlaufen konnten, bestehen oft viele Irrlehren und manche Klischees, wie christlicher Glaube auszusehen hat. Das drückt sich auch in sehr gesetzlichen Predigten aus, die keinem Menschen neues Leben geben können. Viele der Studenten durften nun den Kern der Bibel verstehen und sind in der Lage, die wirklich gute Botschaft, das Evangelium von Jesus Christus, weiterzugeben. Diese Botschaft heißt: Wir sind aus Gnade gerettet. Jesus Christus ist am Kreuz für unsere Sünden gestorben, damit jeder, der an ihn glaubt, seine Sünden vergeben bekommt und ewiges Leben hat. Wie befreiend war diese Erkenntnis für die Männer und Frauen, als sie das begriffen hatten!

Bitte beten Sie mit, damit sie sich in ihren einheimischen Kirchen bewähren gut mit den Pastoren und Leitern ihrer Kirchen zusammen arbeiten können. Damit noch viele von dieser guten Botschaft überwältigt werden und wissen dürfen: „Ich bin aus Gnade gerettet.“

Bischof predigt bei der Abschlussfeier

Frauenchor bei der Abschlussfeier

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Tapetenwechsel

In meinem Leben als Missionarin genieße ich es, wenn Abwechslung möglich ist.

Die Monate des Unterrichtens auf der Bibelschule in Chisomo wurden bereichert durch das Kommen der vier Studenten vom Seminar in Liebenzell.

Zwei Männer und zwei Frauen haben ihr knapp dreiwöchiges Auslandspraktikum in Malawi absolviert. Das hat die verschiedensten Aktivitäten beinhaltet:

Unterricht bei den Studenten und ihren Ehefrauen (auch über Martin Luther, um deutsche Geschichte weiterzugeben), Kids Club mitgestalten, Andachten vor Mitarbeitern und Studenten halten, T-Shirts färben, Maisbrei kochen und lernen mit den Händen zu essen. Bei unseren Kollegen im Ubwenzi-Projekt in Chilonga konnten sie in einer Grund- und weiterführenden Schule biblischen Unterricht halten. Wir waren sehr dankbar für ihren Einsatz, der die Malawier sehr bereichert hat. Aber sie selber haben wohl den größten Segen davongetragen. Alle vier sind mehr denn je von Mission begeistert!

In der ersten Juniwoche bin ich dann nach Zomba umgezogen, um unseren Teamleiter Michael Volz zu vertreten. Er ist gerade für drei Monate im Heimataufenthalt in Deutschland und berichtet in verschiedenen Gemeinden von dem, was Gott hier tut. Ich freue mich über die vielfältigen Aufgaben und genieße es „Stadtleben“ zu schnuppern, wo doch sonst das Dorf meine Heimat ist. Vielen Dank, wenn Ihr für Weisheit in den momentanen Herausforderungen betet, die sich mir in der Zeit der Vertretung von Michael Volz stellen.

Hier noch ein paar Fotos:

Unsere Besucher mit Familie Pondrun

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Simon und Emi binden die Kanister fest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Simon und Emi binden die Kanister fest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbereitungen für den Kids Club

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor der Schule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Immer wieder Warteschlangen an den Zapfsäulen

Diese Warteschlangen gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.

Es geht aufwärts! Unsere Präsidentin Joyce Banda konnte in guter Weise Beziehungen zu Ländern aufnehmen, die etwas kritisch unserem Land gegenüber standen.

Auch der malawische Kwacha wurde entwertet, was zwar kurzfristig eine Verteuerung aller Produkte bedeutet, aber langfristig zur Gesundung der wirtschaftlichen Lage des Landes beiträgt. Ein Preisbeispiel: ein Liter Diesel wurde von 360 Kwacha auf 475 Kwacha erhöht. Ein Euro sind momentan 340 Kwacha.

In Ntaja, dem nächstgrößeren Ort, der von Chisomo 20 km entfernt ist, gab es nach Monaten “Trockenheit” an der Tankstelle wieder eine Lieferung von 8 000 Liter Diesel. Leider geht dieser schnell zur Neige. Die Zapfsäulen werden schneller geleert, als Nachschub geliefert wird. Paraffin gibt es gerade nirgends. Das heißt, demnächst muss mein Kühlschrank in Chisomo abgestellt werden.

Betet doch mit, dass die Energieknappheit insgesamt überwunden werden kann und dass es weiterhin aufwärts geht.

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Prüfungen geschafft!

Unsere Frauen haben mittlerweile schon ihre Abschlußprüfungen des 2. Terms geschrieben und auch wieder sehr gut abgeschnitten – zu ihrer und unserer Freude.

Es ist ein klasse Jahrgang. Möge Gott die Frauen auch wieder in ihren Heimatgemeinden gebrauchen, wenn sie im Juli zurück in ihre Dörfer gehen.

Danke für Euer Mit-Einstehen vor Gott!

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Präsidentenwechsel in Malawi

Am Gründonnerstag starb ganz überraschend der Präsident unseres Landes im Alter von 78 Jahren an einem Herzstillstand.

Nach zwei Tagen der Ungewissheit, wer nun die Regierung des Landes in Händen hält, wurde die Vizepräsidentin Joyce Banda für das Präsidentenamt vereidigt. Sie hat viele Anhänger und die Erwartungen sind sehr hoch, dass sie das wirtschaftlich gebeutelte Land wieder auf die Beine bringt.

Christen sehen diese Wende als eine Antwort Gottes auf viele Gebete und gehen sehr hoffnungsvoll in die Zukunft. Joyce Banda – nach Ellen Johnson Sirleaf in Liberia die zweite Frau in Afrika, die ein Land führt – braucht unsere Gebete.

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No Jesus, no life

Es ist immer wieder eine Ermutigung, auf einem Minibus ein christliches Glaubensbekenntnis zu lesen. Und das kommt hier in Malawi öfters vor … No Jesus, no life, ohne Jesus kein Leben. Leben vielleicht schon, aber nicht das wahre Leben und auch nicht das ewige Leben. Auch kein Leben, das Vergebung durch Gott kennt.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Gruppe am Samstag, die mein Auto attackiert hat, das wahre Leben in Jesus kennt. Ich fuhr von Liwonde heim Richtung Chisomo. Es war schon dunkel, vor mir fuhr ein Pick-up. Ich konnte auch die Männer sehen, die auf der Straße liefen. Schneller als gedacht, war der Pick-up vor mir und ich  mitten in der Gruppe  – im Schritttempo natürlich.

Die Männer begannen, mit ihren Händen auf das Auto vor mir und auch auf meins zu schlagen. Einige hatten Stöcke in der Hand, vielleicht war es auch nur Zuckerrohr, aber das ist auch so hart wie ein Stock. Und so versahen sie das Auto mit einigen Schlägen. Sie konnten nicht sehen, wer im Auto saß. Das war mir nicht unrecht. Auf einmal sah ich im Rückspiegel, wie ein Mann hinten an meinem Landcruiser raufkletterte. Das trieb mir ordentlich den Puls in die Höhe. Ich gab etwas Gas und trat dann so richtig auf die Bremse. Er hatte wohl los lassen müssen. Ob er unsanft gefallen ist, weiß ich nicht.

Was im Leben und in den Herzen dieser Männer vorging – ich kann es nicht sagen. Aber auch für sie gilt: No Jesus, no life. Vielleicht werden die einen oder anderen von ihnen an Ostern in einem Ostergottesdienst sein. Da wünsche ich ihnen die Chance, Jesus, der das Leben ist, und der Leben verändert und neu macht, kennenzulernen.

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Arbeitsgenehmigung

Es sind nun schon einige Monate her, seit ich auf meine Arbeitsgenehmigung warte. Sie war im September 2011 abgelaufen.

Unser Teamleiter Michael Volz war gestern auf der Einwanderungsbehörde wegen unserer Kollegen aus Papua-Neuguinea. So dachte er, er fragt mal nach, wie es mit meiner Arbeitsgenehmigung aussieht. Die Dame schaute in vielen Akten nach, Michael hatte es schon fast bereut, gefragt zu haben, weil es so lange brauchte. Dann fand sie meinen Namen und meinte, die Genehmigung sei durch!

Ich bekam das SMS von Michael Volz als ich in der Leseklasse war. Er schrieb: „ Ich stehe gerade in der Schlange um Dein TEP zu bezahlen! Halleluja!“ Die Freude war groß! Wäre sie wieder abgelehnt worden, wäre es nicht leicht geworden, zu wissen, dass vielleicht die Zeit in Malawi bald zu Ende geht!

Ganz besonders haben sich auch die malawischen Kollegen mit mir gefreut und andere, die hier auf Chisomo arbeiten. Meine malawische Kollegin Frau Juma nahm mich vor Freude in den Arm – das ist was Besonderes, werden hier Gefühle normalerweise nicht auf diese Art und Weise gezeigt.

Ein Mitarbeiter auf Chisomo, dem ich kürzlich Geld für eine größere Anschaffung geliehen habe, meinte: „Das ist nun der Segen, der sich auch in der genehmigten Arbeitsgenehmigung zeigt!“ …

Herzlichen Dank für Euer anhaltendes Beten! Die Genehmigung gilt nun bis September 2013.

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Schon mal mit Gecko geduscht?

Beim ersten Blick in die Dusche sah ich einen Baby-Gecko. Sollte ich ihn da aus der Ecke der Fliesen rausholen? Nein, das wäre jetzt zu umständlich. Er hat ja schließlich Saugfüße. Also, in die Dusche, Wasser auf. Der Gecko kämpfte gegen das Wasser an und ich hoffte, er würde nicht in den Fluten ertrinken. Er konnte sich am Rand halten ohne mitgerissen zu werden. Plötzlich lief er zwischen meinen Beinen hindurch. Da war mir auch nicht ganz wohl dabei, schließlich ist er ein kleines Reptil!

Als ich dann fertig mit dem Duschen war, tat er mir dann doch leid. Mit seinen kleinen Saugfüßen schaffte er es nicht die 15 cm Duschrand zu erklimmen. Ich erbarmte mich und fing ihn mit der Hand. So saß er dann auf meinem Arm. Ich war froh, ihm das Leben gerettet zu haben und hoffte, dass er vom Fenstersims aus weitere, nicht so gefährliche Reisen unternehmen konnte.

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Wichtige Zehen

Im Lese- und Schreibunterricht gelangten wir im Buch auf die Seite, auf der die Mathematik etwas gestreift wird. So fing ich mit meinen Frauen an die Zahlen, die auf Englisch ausgesprochen werden, auf Chichewa vorzulesen.

Die anschließenden Matheaufgaben waren dann keine komplizierten Aufgaben, kein Algebra, kein Multiplizieren oder Dividieren, nur plus und minus. So diktierte ich den Frauen an der Tafel z.B. 9 minus 3 und wartete auf ihr Ergebnis. Oder 7 minus 4. Dann wurde es etwas schwieriger:  13 minus 7. Frau Mawina, konnte das nicht rechnen. Sie bückte sich und fing an, das an ihren Zehen abzuzählen. Das hatte ich bis zu dem Tag auch noch nicht gesehen. Hat aber funktioniert.

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