Prüfungen geschafft!

Unsere Frauen haben mittlerweile schon ihre Abschlußprüfungen des 2. Terms geschrieben und auch wieder sehr gut abgeschnitten – zu ihrer und unserer Freude.

Es ist ein klasse Jahrgang. Möge Gott die Frauen auch wieder in ihren Heimatgemeinden gebrauchen, wenn sie im Juli zurück in ihre Dörfer gehen.

Danke für Euer Mit-Einstehen vor Gott!

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Präsidentenwechsel in Malawi

Am Gründonnerstag starb ganz überraschend der Präsident unseres Landes im Alter von 78 Jahren an einem Herzstillstand.

Nach zwei Tagen der Ungewissheit, wer nun die Regierung des Landes in Händen hält, wurde die Vizepräsidentin Joyce Banda für das Präsidentenamt vereidigt. Sie hat viele Anhänger und die Erwartungen sind sehr hoch, dass sie das wirtschaftlich gebeutelte Land wieder auf die Beine bringt.

Christen sehen diese Wende als eine Antwort Gottes auf viele Gebete und gehen sehr hoffnungsvoll in die Zukunft. Joyce Banda – nach Ellen Johnson Sirleaf in Liberia die zweite Frau in Afrika, die ein Land führt – braucht unsere Gebete.

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No Jesus, no life

Es ist immer wieder eine Ermutigung, auf einem Minibus ein christliches Glaubensbekenntnis zu lesen. Und das kommt hier in Malawi öfters vor … No Jesus, no life, ohne Jesus kein Leben. Leben vielleicht schon, aber nicht das wahre Leben und auch nicht das ewige Leben. Auch kein Leben, das Vergebung durch Gott kennt.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Gruppe am Samstag, die mein Auto attackiert hat, das wahre Leben in Jesus kennt. Ich fuhr von Liwonde heim Richtung Chisomo. Es war schon dunkel, vor mir fuhr ein Pick-up. Ich konnte auch die Männer sehen, die auf der Straße liefen. Schneller als gedacht, war der Pick-up vor mir und ich  mitten in der Gruppe  – im Schritttempo natürlich.

Die Männer begannen, mit ihren Händen auf das Auto vor mir und auch auf meins zu schlagen. Einige hatten Stöcke in der Hand, vielleicht war es auch nur Zuckerrohr, aber das ist auch so hart wie ein Stock. Und so versahen sie das Auto mit einigen Schlägen. Sie konnten nicht sehen, wer im Auto saß. Das war mir nicht unrecht. Auf einmal sah ich im Rückspiegel, wie ein Mann hinten an meinem Landcruiser raufkletterte. Das trieb mir ordentlich den Puls in die Höhe. Ich gab etwas Gas und trat dann so richtig auf die Bremse. Er hatte wohl los lassen müssen. Ob er unsanft gefallen ist, weiß ich nicht.

Was im Leben und in den Herzen dieser Männer vorging – ich kann es nicht sagen. Aber auch für sie gilt: No Jesus, no life. Vielleicht werden die einen oder anderen von ihnen an Ostern in einem Ostergottesdienst sein. Da wünsche ich ihnen die Chance, Jesus, der das Leben ist, und der Leben verändert und neu macht, kennenzulernen.

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Arbeitsgenehmigung

Es sind nun schon einige Monate her, seit ich auf meine Arbeitsgenehmigung warte. Sie war im September 2011 abgelaufen.

Unser Teamleiter Michael Volz war gestern auf der Einwanderungsbehörde wegen unserer Kollegen aus Papua-Neuguinea. So dachte er, er fragt mal nach, wie es mit meiner Arbeitsgenehmigung aussieht. Die Dame schaute in vielen Akten nach, Michael hatte es schon fast bereut, gefragt zu haben, weil es so lange brauchte. Dann fand sie meinen Namen und meinte, die Genehmigung sei durch!

Ich bekam das SMS von Michael Volz als ich in der Leseklasse war. Er schrieb: „ Ich stehe gerade in der Schlange um Dein TEP zu bezahlen! Halleluja!“ Die Freude war groß! Wäre sie wieder abgelehnt worden, wäre es nicht leicht geworden, zu wissen, dass vielleicht die Zeit in Malawi bald zu Ende geht!

Ganz besonders haben sich auch die malawischen Kollegen mit mir gefreut und andere, die hier auf Chisomo arbeiten. Meine malawische Kollegin Frau Juma nahm mich vor Freude in den Arm – das ist was Besonderes, werden hier Gefühle normalerweise nicht auf diese Art und Weise gezeigt.

Ein Mitarbeiter auf Chisomo, dem ich kürzlich Geld für eine größere Anschaffung geliehen habe, meinte: „Das ist nun der Segen, der sich auch in der genehmigten Arbeitsgenehmigung zeigt!“ …

Herzlichen Dank für Euer anhaltendes Beten! Die Genehmigung gilt nun bis September 2013.

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Schon mal mit Gecko geduscht?

Beim ersten Blick in die Dusche sah ich einen Baby-Gecko. Sollte ich ihn da aus der Ecke der Fliesen rausholen? Nein, das wäre jetzt zu umständlich. Er hat ja schließlich Saugfüße. Also, in die Dusche, Wasser auf. Der Gecko kämpfte gegen das Wasser an und ich hoffte, er würde nicht in den Fluten ertrinken. Er konnte sich am Rand halten ohne mitgerissen zu werden. Plötzlich lief er zwischen meinen Beinen hindurch. Da war mir auch nicht ganz wohl dabei, schließlich ist er ein kleines Reptil!

Als ich dann fertig mit dem Duschen war, tat er mir dann doch leid. Mit seinen kleinen Saugfüßen schaffte er es nicht die 15 cm Duschrand zu erklimmen. Ich erbarmte mich und fing ihn mit der Hand. So saß er dann auf meinem Arm. Ich war froh, ihm das Leben gerettet zu haben und hoffte, dass er vom Fenstersims aus weitere, nicht so gefährliche Reisen unternehmen konnte.

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Wichtige Zehen

Im Lese- und Schreibunterricht gelangten wir im Buch auf die Seite, auf der die Mathematik etwas gestreift wird. So fing ich mit meinen Frauen an die Zahlen, die auf Englisch ausgesprochen werden, auf Chichewa vorzulesen.

Die anschließenden Matheaufgaben waren dann keine komplizierten Aufgaben, kein Algebra, kein Multiplizieren oder Dividieren, nur plus und minus. So diktierte ich den Frauen an der Tafel z.B. 9 minus 3 und wartete auf ihr Ergebnis. Oder 7 minus 4. Dann wurde es etwas schwieriger:  13 minus 7. Frau Mawina, konnte das nicht rechnen. Sie bückte sich und fing an, das an ihren Zehen abzuzählen. Das hatte ich bis zu dem Tag auch noch nicht gesehen. Hat aber funktioniert.

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Minibus

Immer eine spannende Sache für mich: eine Minibusfahrt. Am Samstag fuhr mich mein Teamleiter Michael Volz zum Busbahnhof in Zomba. Ich habe kurz gespäht, ob in Kürze einer losfährt, denn die fahren nur, wenn sie voll sind. Der Minibus mit der Route in die gewünschte Richtung stand da und wie bestellt: ein Platz war noch frei.

Der Kunde bzw. die Kundin ist König und ich werde gleich vom Kassierer zum Auto begleitet, um mein Gepäck zu holen. Alleine hätte ich schwer zu tragen. Umso dankbarer bin ich über die zuvorkommende Art des Malawiers. Ich setze mich, er klappt den letzten Sitz runter und setzt sich auch, meinen schweren Rucksack auf dem Schoß! Es macht ihm offensichtlich nichts aus. Der Bus setzt sich mit lautem Motor langsam in Bewegung. Hauptsache, ich sitze! Die Karosserie mit dem abgeblätterten Lack im Innern, die wacklige erste Sitzreihe, das reingestopfte Gepäck (da hat wohl jemand einen ein Meter langen Sack Plastikteller gekauft, um sie weiter zu verkaufen), sind für mich immer wieder ein Grund zum Schmunzeln und Wohlfühlen.

Nach einer Stunde Fahrt sind wir 50 km weit gekommen und erreichen Liwonde. Viele steigen aus, wir warten also, bis sich der Bus wieder füllt, denn bei den derzeitigen Benzinpreisen geht es schon gar nicht, dass der Bus nur zu 80% besetzt los fährt …

Während wir warten, kommen an mein Fenster verschiedene Händler: es gibt gekochte Eier – Salz gibt es natürlich dazu – Halsketten, jemand anders hält drei Flaschen in der Hand: Cola, Fanta und eine Pineapple Fanta. Andere wollen mir Samoosa (frittierte Teigtaschen) verkaufen, wieder andere eine Art Berliner. Ein paar Jungs versuchen ein paar Kwacha zu verdienen, indem sie kleine durchsichtige Plastiktütchen mit abgefülltem Trinkwasser verkaufen. Ich kaufe nichts, habe mein eigenes Trinkwasser dabei. über einen „fliegenden Händler“ lasse ich den Apfelverkäufer herbei rufen. Der kommt nicht. Dieses Mal gibt es anscheinend keine Äpfel.

Mittlerweile ist ein Mitfahrer eingestiegen, der ein großes Fernsehgerät auf den Schoß nimmt! Unglaublich, was hier alles transportiert wird! Der Bus hat sich nach 45 Minuten komplett gefüllt, wir fahren weiter. Nach insgesamt dreieinhalb Stunden Fahrt und 120 km kommen wir in Nselema an. Dort nimmt mich mein Kollege Joachim Berger in Empfang. Da der junge Mann mit dem Fernseher in unserer Nähe wohnt, nehmen wir ihn mit.  Er hätte sonst mit seinem Gerät auf ein Fahrradtaxi steigen müssen, und das bei Regen! Eine alte Oma und ihre vermutlich jüngere Verwandte sind dankbar, auch mitfahren zu können. Als wir die beiden nach fünf Minuten Fahrt aussteigen lassen, werden sie schon erwartet. Ach, wir sind die Weißen von Chisomo! Man kennt uns also. Und ich freue mich, dass das wieder Mal zum guten Ruf unseres Ausbildungszentrums beiträgt!

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Willkommen!

Hier noch ein paar Eindrücke meiner Ankunft in Chisomo. Es war wirklich schön zu spüren, dass man als Missionarin fröhlich willkommen geheißen wird!

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Kraftstoffkrise

Ich erinnere mich: es begann 2009 dass nicht mehr an jeder Tankstelle Kraftstoff zu bekommen war. Wir mussten unsere geplanten Fahrten rationieren. Aber immer wieder konnte der Tank gefüllt werden. Die vergangenen Monate in 2011 ist verfügbarer Kraftstoff an der Tankstelle die absolute Ausnahme. Wenn irgendwo erzählt wird, dass eine Tankstelle beliefert wird, bilden sich in kürzester Zeit lange Autoschlangen. 100 bis 150 Autos stehen dann am Straßenrand, manche schlafen sogar dort. Hier wird die Geduld, selbst die der Malawier, besonders strapaziert. Das wirtschaftliche Leben Malawis leidet sehr darunter. Waren und auch der in der Regenzeit benötigte Dünger kommen nur verspätet in die Läden. Aufgrund der Preiserhöhung von Kraftstoff um rund 40% (Diesel und Benzin kosten mittlerweile mehr als in Deutschland) und der Kraftstoffknappheit wird alles teurer. Die ärmere Dorfbevölkerung leidet darunter, da sie für Seife, Salz, Streichhölzer etc. mehr bezahlen müssen.

In der theologisch-handwerklichen Ausbildungsstätte Chisomo (d.h. Gnade) sind wir als Mitarbeiter und Studenten mit ihren Familien auf Diesel angewiesen. Ohne Anbindung an das öffentliche Stromnetz ist Generatorstrom erforderlich um Wasser in die Wassertanks zu pumpen. Die Zeit, in der der Generator läuft, wurde halbiert. Trotzdem gingen unsere Kraftstoffreserven zur Neige.

In dieser Situation erlebten wir Gottes Eingreifen. Eine 20 km entfernte Tankstelle informierte uns über eine bevorstehende Diesellieferung. So konnten wir unsere Tanks füllen, es gab noch nicht einmal Warteschlangen! Nach 8 Wochen “trockener” Tankstellen war das ein besonderes Wunder für uns und wir sehen darin Gottes Versorgen.

Bitte betet weiterhin für diese anhaltend prekäre Situation.

 

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Tanzende Frauen in Malawi im Gottesdienst

Im Gottesdienst in Malawi geht es fröhlich zu! Viel Spaß beim Anschauen!

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